Ein Höhepunkt des Sommers

Malteser aus Österreich veranstalten Rumänien-Reise für ihre Betreuten

Dienstag, 11. September 2018

Die österreichischen Malteser beteiligten sich zusammen mit ihren Betreuten an einer Stadtführung durch die Altstadt von Temeswar. Foto: Călin Piescu

Menschen mit Behinderung können sich auch am Leben erfreuen – doch dafür brauchen sie oftmals Unterstützung von der Familie oder von Freunden. Diese Art der Unterstützung boten vor Kurzem die Malteser Austria, die eine Siebenbürgen- und Banat-Rundreise für sechs ihrer Betreuten mit Behinderung veranstalteten. Ende August verbrachten die österreichischen Malteser zusammen mit ihren Betreuten eine volle Woche in Rumänien, besuchten verschiedene Städte, trafen lokale Malteser und hatten eine schöne Zeit, so das Fazit aller Reisenden im Nachhinein.

Die Reise führte die Gruppe aus Wien nach Klausenburg/Cluj-Napoca, Schäßburg/Sighișoara, Kronstadt/Brașov, Hermannstadt/Sibiu und Temeswar/Timișoara. Ein spontaner Halt in Reps/Rupea ermöglichte den Reiseteilnehmern einen Besuch der alten Burg, wobei am nächsten Tag auch die beiden Kirchenburgen von Tartlau/Prejmer und Honigberg/Hărman besichtigt wurden. In Klausenburg, Straßburg am Mieresch/Aiud, Kronstadt, Hermannstadt und Temeswar trafen sie die lokalen Malteser und tauschten sich über ihre Programme aus. Ein Höhepunkt war für die Teilnehmer die Heilige Messe am Sonntag in Schomlenberg/Șumuleu Ciuc, dem wichtigsten katholischen Wallfahrtsort in Siebenbürgen. „Ganz besonders sind uns in Erinnerung der Empfang beim Bischof von Temeswar, József-Csaba Pál, seine aufbauenden Worte und sein Segen geblieben“, sagt der Temeswarer Călin Piescu, ehrenamtliches Mitglied der Malteser Austria und Mitveranstalter der Rundreise.

„Ein Urlaub mit Freunden macht immer großen Spaß, vor allem dann, wenn man eine so abwechslungsreiche Reise macht. Die diversen Stadtbesichtigungen (hier wäre Temeswar besonders hervorzuheben), die Entdeckung von Burgen, insbesondere Reps, ein wunderschöner Bade-Nachmittag am St.- Anna-See und abends am Lagerfeuer zu sitzen und zu tanzen, waren nur einige der Höhepunkte, die wir gemeinsam erlebt haben. Es ist schön, diese Reise auch jenen ermöglicht zu haben, die es alleine aufgrund ihres Handicaps nicht schaffen würden. Von all den schönen Eindrücken und der guten Laune, die wir gegenseitig verbreitet haben, können wir sicherlich noch lange zehren und uns auf die nächsten gemeinsamen Reisen freuen“, sagt die Malteserin Johanna Schlotheim. Ihre Kollegin Agnes Elsner kann sich dem nur anschließen: „Die gemeinsame Reise war großartig und sehr bereichernd. Jeden Tag durften wir zusammen neue Orte erkunden und tolle Erfahrungen sammeln. Der Sonderdienst wird uns sicher lange in guter Erinnerung bleiben“. Johannes Wagner empfand die Rumänien-Rundreise als einen Höhepunkt des Sommers. „So viele Eindrücke von so vielen Städten in so kurzer Zeit erlebt man selten. Das allein wäre schon Grund genug gewesen für diese Reise, aber das Ganze mit den Maltesern zu machen, ist etwas Besonderes. Durch die tolle Gemeinschaft mit den Betreuten werden die Anstrengungen der Reise schnell vergessen und man blickt mit Freuden auf die Woche in diesem schönen Land zurück“, sagt er.

Der in Wien lebende Călin Piescu, der auch Mitglied der rumänischen Assoziation des Malteserordens ist, zuständig für die Koordination der medizinischen, sozialen und humanitären Tätigkeiten des Hilfswerkes, ist überzeugt, dass viele der Reiseteilnehmer gerne nach Rumänien zurückkehren werden, denn das, was ein jeder hervorgehoben hat, war der unerwartet warme Empfang und die außergewöhnliche Gastfreundschaft durch die lokalen Malteser an allen besuchten Orten. „Viel-leicht auch im Rahmen einer gemeinsamen Aktion der Malteser aus Rumänien und Österreich“, überlegt er. Unter dem Namen „Malteser“ sind mehrere Malteser Hilfswerke zusammengefasst, die vom Souveränen Malteser Ritterorden gegründet wurden und dem Großpriorat von Österreich unterstehen, heißt es auf der Internetseite www.malteser.at. Den offiziellen Informationen zufolge, engagieren sich mehr als 2000 Menschen ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen. Die Malteser unterstützen u. a. behinderte oder kranke Menschen, leisten Besuchsdienste, veranstalten verschiedene spirituelle Aktivitäten und Wohltätigkeitsaktionen und bieten in einigen Bundesländern sogar Rettungs- und Krankentransportdienste an. Darüber hinaus leisten sie bei Bedarf Katastrophenhilfe im In- und Ausland. Das Großpriorat von Österreich ist deshalb Mitglied von Malteser International, dem weltweiten Ordenswerk für humanitäre Hilfe für Menschen in Not.

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