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Dienstag, 17. 7. 2007
  Lufthansa fliegt nach Hermannstadt

Hermannstadt (ADZ) – Ab 1. September fliegt Lufthansa erstmals nach Hermannstadt/Sibiu. Die neue Verbindung ab München ist neben Bukarest und Temeswar/Timisoara die dritte Direktverbindung der Airline nach Rumänien. Vor allem Geschäftsreisende sollen davon profitieren.

Ab September wird Hermannstadt zunächst fünfmal in der Woche mit einer Dash 8-300-Maschine angeflogen. Ab dem Winterflugplan (28. Oktober) profitieren Fluggäste dann von einer täglichen Verbindung. Abflug in München ist dann jeweils um 12:25 Uhr mit Ankunft in Hermannstadt um 16:00 Uhr. Zurück geht es um 16:35 mit Landung um 18.25 Uhr.

„Sibiu ist einer der am stärksten wachsenden Märkte in Rumänien. Für Geschäftsreisende bietet Lufthansa damit einen weiteren Direktflug in eine wichtige Wachstumsregion Osteuropas“, sagte Thomas Klühr, Konzernbeauftragter und Leiter des Hubmanagements München.



Ford will 675 Millionen Euro in Craiova investieren
John Fleming, Präsident von Ford Europa, zu Gesprächen in Bukarest

Bukarest (ADZ) - Das technische Angebot von Ford für das Automobilwerk Daewoo Craiova sei „großzügiger" als die im Aufgabenheft festgelegten Auflagen, erklärte der Vorsitzende der Privatisierungsbehörde (AVAS), Teodor Atanasiu. Gestern sollte der Präsident von Ford Europa, John Fleming, in Bukarest eintreffen und das Angebot offiziell Premierminister Cãlin Popescu Tãriceanu sowie dem Privatisierungsausschuss vorstellen.

Der Privatisierungsausschuss hatte Ende vergangener Woche nach der Öffnung des technischen Angebots bekannt gegeben, dass Ford in Craiova nach 2011 eine Jahresproduktion von 300.000 Autos und 300.000 Motoren neuer Konzeption erreichen will. Ferner wolle Ford 675 Millionen Euro in das Automobilwerk investieren und binnen vier Jahren eine Integration der einheimischen Kfz-Zulieferer von 60 Prozent erreichen. Die Zahl der Beschäftigten solle von derzeit 3000 auf 7000-9000 wachsen. Das finanzielle Angebot sei noch nicht geöffnet worden, hieß es.

Ford hatte als einziger von ursprünglich drei Interessenten fristgemäß ein Angebot für die Automobilfabrik gemacht (von General Motors kam kein Angebot und JSC Russian Machines hatte die Privatisierungsdokumentation gar nicht erworben). Der rumänische Staat will 72,4 Prozent Anteile an Daewoo Craiova verkaufen. Experten schätzen den Marktwert der Automobilfabrik auf rund 800 Millionen Euro.

Daewoo Automobile SA wurde 1994 als südkoreanisch-rumänisches Joint-venture gegründet. Zum Werk gehört auch eine Motoren- und eine Getriebefabrik. Daewoo Automobile hat derzeit eine jährliche Produktionskapazität von 100.000 Autos, 240.000 Motoren und 160.000 Getriebe. 2006 kaufte der rumänische Staat die mehrheitliche Beteiligung des südkoreanischen Partners Daewoo Motors für 60 Millionen US-Dollar zurück.



Prognose für öffentlichen IT-Markt nach unten korrigiert
PAC: Negativer Einfluss durch politische Instabilität und Entscheidungsträgheit


Bukarest (ADZ) - Die öffentlichen Ausgaben im rumänischen IT-Sektor werden in diesem Jahr auf 75 Millionen Euro geschätzt. Damit hat die Consultingfirma Pierre Audoin Consultants (PAC) ihre ursprüngliche Prognose 2007 (mindestens 110 Millionen Euro) nach unten korrigiert. Im vergangenen Jahr 2006 belief sich der öffentliche IT-Markt in Rumänien auf 86,2 Millionen Euro (+10,2 Prozent gegenüber 2005).

PAC begründete diese negative Prognose-Korrektur mit der politischen Instabilität und der daraus erfolgenden Entscheidungsträgheit auf Regierungsebene. Aus der Lokomotive für den Aufschwung des IT-Marktes verwandele sich der öffentliche Sektor zu einer Bremse in der Entwicklung der Industrie für Software- und IT-Dienstleistungen in Rumänien, hieß es in einer Pressemitteilung von PAC.

Rumäniens IT-Sektor habe sich auch 2005 und 2006 langsamer entwickelt als erhofft, nur wenige wichtige Projekte seien lanciert worden, trotz politischer Versprechen auf verschiedenen Ministerialebenen.

Da etwa ein Drittel des IT-Marktes in Rumänien von Projekten in der zentralen oder lokalen Verwaltung abhänge, beeinflusse die politische Entscheidungsträgheit besonders stark die Leistungen und Entwicklungschancen der Branchenfirmen, hieß es weiter.

Mit einem prognostizierten Volumen 2007 von 75 Millionen Euro ist der öffentliche rumänische IT-Markt sehr klein im regionalen Vergleich. In Ungarn etwa, das nur 10 Millionen Einwohner hat, werde dieser Markt in diesem Jahr 114 Millionen Euro erreichen, in Tschechien (ähnliche Einwohnerzahl wie Rumänien) würden es 156 Millionen Euro sein.



Angst will Wurstwerk in Klausenburg bauen
Anfangsinvestition soll sich auf 2,5 Millionen Euro belaufen

am. Klausenburg – Die Einzelhandelskette Angst sucht derzeit in Klausenburg/Cluj-Napoca nach einer Grundstücksfläche für den Bau einer neuen Wurstfabrik. Man sei bereits in Kaufverhandlungen, teilte Firmenchef Sorin Minea der Nachrichtenagentur Mediafax mit. Angst lässt bislang in Buftea und Sinaia in zwei Werken verschiedene Wurstwaren herstellen, angefangen von geräucherten Produkten bis hin zu Fleischsalaten und Fertiggerichten. Im Klausenburger Werk, in dem noch in diesem Jahr die Produktion aufgenommen werden soll, sind auch Erzeugnisse geplant, die nach traditionellen siebenbürgischen Rezepten entstehen sollen. „Wir setzen auf mehrere Werke mittlerer Dimension, die sich auf Spezialitäten verstehen, und in denen wir Frischprodukte für verschiedene Regionen herstellen können“, sagte Minea.

Als Anfangsinvestition für das neue Werk, in dem bis zu 15 Tonnen Wurst pro Tag produziert werden sollen, sind rund 2,5 Millionen Euro geplant. In die bestehenden Produktionsstätten in Sinaia und Buftea sollen in diesem Jahr unterdessen rund vier Millionen Euro zur Modernisierung fließen. Das Geld kommt aus SAPARD-Fonds. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr für eine Million Euro auch Anteile am Klausenburger Wursthersteller Discovery gekauft. Angst besitzt landesweit 24 Filialen. Die Firma entstand 1991 mit rumänisch-schweizerischem Privatkapital. Zu den Konkurrenten gehören Cris-Tim, Aldis Cãlãrasi, Tabco-Campofrio, Caroli und Kosarom Pascani.


Deutsche Einzelhändler erweitern Filialnetz
Harte Konkurrenz zwischen Discountern

Bukarest (Mediafax/ADZ) – Der deutsche Einzelhandelskonzern REWE setzt in Rumänien auf Expansion: Wie das Unternehmen mitteilte, wurde vor kurzem die 31. Penny-Markt-Filiale in der ostrumänischen Stadt Comãnesti (Kreis Bacãu) eröffnet. Das Unternehmen investierte in den 750 Quadratmeter großen Discount-Markt etwa 1,5 Millionen Euro. Diese Woche soll eine weitere Filiale in Bukarest eröffnet werden, bis Jahresende werden Penny-Markt-Filialen auch in Karlsburg/Alba Iulia, Moinesti, Drobeta-Turnu Severin, Cãtunele, Niklasmarkt/Gheorghieni, Thorenburg/Turda, Petroschen/Petrosani, Mediasch/Medias, Rosenau/Râsnov, Baia Mare, Großkarol/Carei, Lupeni, Nãvodari, Szekler Neumarkt/Târgu Secuiesc, Sathmar/Satu Mare, Sankt Georgen/Sfântu Gheorghe, Hunedoara und Mioveni gebaut. Bis September will REWE in Thorenburg ein Warenlager für die Nordhälfte Rumäniens errichten. Die Kosten des Vorhabens belaufen sich auf 12 Millionen Euro. Die Penny-Markt-Supermärkte im Süden des Landes werden von einem Logistik- und Warenlager in Stefãnestii de Jos bei Bukarest bedient.

Außer der Penny-Markt-Kette betreibt REWE die Billa-Supermärkte sowie in Zusammenarbeit mit Fegro Markt die Cash & Carry-Märkte Selgros. 2006 verzeichnete der REWE-Konzern in Rumänien einen Gesamtumsatz von 1,05 Milliarden Euro, das waren um knapp 35 Prozent mehr als im Vorjahr.

Auch die Lidl & Schwarz-Gruppe geht in Rumänien auf Expansionskurs. Unlängst wurde die erste Kaufland-Filiale in Arad eröffnet, mittlerweile betreibt der Einzelhändler aus Neckarsulm 28 Großmärkte in Rumänien, darunter je zwei in Bukarest, Klausenburg/Cluj-Napoca, Jassy/Iasi und Temeswar/Timisoara. Die Discount-Sparte des Konzerns, die sich im Mai 2006 überraschenderweise aus Rumänien zurückzog, plant nun einen Neu-Einstieg und soll demnächst unter dem Namen Lidl die ersten Billigläden eröffnen.