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Lufthansa
fliegt nach Hermannstadt
Hermannstadt (ADZ) – Ab 1. September
fliegt Lufthansa erstmals nach Hermannstadt/Sibiu. Die neue
Verbindung ab München ist neben Bukarest und Temeswar/Timisoara
die dritte Direktverbindung der Airline nach Rumänien.
Vor allem Geschäftsreisende sollen davon profitieren.
Ab September wird Hermannstadt zunächst fünfmal in
der Woche mit einer Dash 8-300-Maschine angeflogen. Ab dem Winterflugplan
(28. Oktober) profitieren Fluggäste dann von einer täglichen
Verbindung. Abflug in München ist dann jeweils um 12:25
Uhr mit Ankunft in Hermannstadt um 16:00 Uhr. Zurück geht
es um 16:35 mit Landung um 18.25 Uhr.
„Sibiu ist einer
der am stärksten wachsenden Märkte in Rumänien.
Für Geschäftsreisende bietet Lufthansa damit einen
weiteren Direktflug in eine wichtige Wachstumsregion Osteuropas“,
sagte Thomas Klühr, Konzernbeauftragter und Leiter des
Hubmanagements München.

Ford
will 675 Millionen Euro in Craiova investieren
John Fleming, Präsident von Ford Europa, zu Gesprächen
in Bukarest
Bukarest (ADZ) - Das technische Angebot von
Ford für das Automobilwerk Daewoo Craiova sei „großzügiger"
als die im Aufgabenheft festgelegten Auflagen, erklärte
der Vorsitzende der Privatisierungsbehörde (AVAS), Teodor
Atanasiu. Gestern sollte der Präsident von Ford Europa,
John Fleming, in Bukarest eintreffen und das Angebot offiziell
Premierminister Cãlin Popescu Tãriceanu sowie
dem Privatisierungsausschuss vorstellen.
Der Privatisierungsausschuss hatte Ende vergangener Woche nach
der Öffnung des technischen Angebots bekannt gegeben, dass
Ford in Craiova nach 2011 eine Jahresproduktion von 300.000
Autos und 300.000 Motoren neuer Konzeption erreichen will. Ferner
wolle Ford 675 Millionen Euro in das Automobilwerk investieren
und binnen vier Jahren eine Integration der einheimischen Kfz-Zulieferer
von 60 Prozent erreichen. Die Zahl der Beschäftigten solle
von derzeit 3000 auf 7000-9000 wachsen. Das finanzielle Angebot
sei noch nicht geöffnet worden, hieß es.
Ford hatte als einziger von ursprünglich drei Interessenten
fristgemäß ein Angebot für die Automobilfabrik
gemacht (von General Motors kam kein Angebot und JSC Russian
Machines hatte die Privatisierungsdokumentation gar nicht erworben).
Der rumänische Staat will 72,4 Prozent Anteile an Daewoo
Craiova verkaufen. Experten schätzen den Marktwert der
Automobilfabrik auf rund 800 Millionen Euro.
Daewoo Automobile SA wurde 1994 als südkoreanisch-rumänisches
Joint-venture gegründet. Zum Werk gehört auch eine
Motoren- und eine Getriebefabrik. Daewoo Automobile hat derzeit
eine jährliche Produktionskapazität von 100.000 Autos,
240.000 Motoren und 160.000 Getriebe. 2006 kaufte der rumänische
Staat die mehrheitliche Beteiligung des südkoreanischen
Partners Daewoo Motors für 60 Millionen US-Dollar zurück.

Prognose
für öffentlichen IT-Markt nach unten korrigiert
PAC: Negativer Einfluss durch politische Instabilität und
Entscheidungsträgheit
Bukarest (ADZ) - Die öffentlichen Ausgaben
im rumänischen IT-Sektor werden in diesem Jahr auf 75 Millionen
Euro geschätzt. Damit hat die Consultingfirma Pierre Audoin
Consultants (PAC) ihre ursprüngliche Prognose 2007 (mindestens
110 Millionen Euro) nach unten korrigiert. Im vergangenen Jahr
2006 belief sich der öffentliche IT-Markt in Rumänien
auf 86,2 Millionen Euro (+10,2 Prozent gegenüber 2005).
PAC begründete diese negative Prognose-Korrektur mit der
politischen Instabilität und der daraus erfolgenden Entscheidungsträgheit
auf Regierungsebene. Aus der Lokomotive für den Aufschwung
des IT-Marktes verwandele sich der öffentliche Sektor zu
einer Bremse in der Entwicklung der Industrie für Software-
und IT-Dienstleistungen in Rumänien, hieß es in einer
Pressemitteilung von PAC.
Rumäniens IT-Sektor habe sich auch 2005 und 2006 langsamer
entwickelt als erhofft, nur wenige wichtige Projekte seien lanciert
worden, trotz politischer Versprechen auf verschiedenen Ministerialebenen.
Da etwa ein Drittel des IT-Marktes in Rumänien von Projekten
in der zentralen oder lokalen Verwaltung abhänge, beeinflusse
die politische Entscheidungsträgheit besonders stark die
Leistungen und Entwicklungschancen der Branchenfirmen, hieß
es weiter.
Mit einem prognostizierten Volumen 2007 von 75 Millionen Euro
ist der öffentliche rumänische IT-Markt sehr klein
im regionalen Vergleich. In Ungarn etwa, das nur 10 Millionen
Einwohner hat, werde dieser Markt in diesem Jahr 114 Millionen
Euro erreichen, in Tschechien (ähnliche Einwohnerzahl wie
Rumänien) würden es 156 Millionen Euro sein.

Angst
will Wurstwerk in Klausenburg bauen
Anfangsinvestition soll sich auf 2,5 Millionen Euro belaufen
am. Klausenburg – Die Einzelhandelskette
Angst sucht derzeit in Klausenburg/Cluj-Napoca nach einer Grundstücksfläche
für den Bau einer neuen Wurstfabrik. Man sei bereits in
Kaufverhandlungen, teilte Firmenchef Sorin Minea der Nachrichtenagentur
Mediafax mit. Angst lässt bislang in Buftea und Sinaia
in zwei Werken verschiedene Wurstwaren herstellen, angefangen
von geräucherten Produkten bis hin zu Fleischsalaten und
Fertiggerichten. Im Klausenburger Werk, in dem noch in diesem
Jahr die Produktion aufgenommen werden soll, sind auch Erzeugnisse
geplant, die nach traditionellen siebenbürgischen Rezepten
entstehen sollen. „Wir setzen auf mehrere Werke mittlerer
Dimension, die sich auf Spezialitäten verstehen, und in
denen wir Frischprodukte für verschiedene Regionen herstellen
können“, sagte Minea.
Als Anfangsinvestition für das neue Werk, in dem bis zu
15 Tonnen Wurst pro Tag produziert werden sollen, sind rund
2,5 Millionen Euro geplant. In die bestehenden Produktionsstätten
in Sinaia und Buftea sollen in diesem Jahr unterdessen rund
vier Millionen Euro zur Modernisierung fließen. Das Geld
kommt aus SAPARD-Fonds. Das Unternehmen hatte im vergangenen
Jahr für eine Million Euro auch Anteile am Klausenburger
Wursthersteller Discovery gekauft. Angst besitzt landesweit
24 Filialen. Die Firma entstand 1991 mit rumänisch-schweizerischem
Privatkapital. Zu den Konkurrenten gehören Cris-Tim, Aldis
Cãlãrasi, Tabco-Campofrio, Caroli und Kosarom
Pascani.

Deutsche
Einzelhändler erweitern Filialnetz
Harte Konkurrenz zwischen Discountern
Bukarest (Mediafax/ADZ) – Der deutsche
Einzelhandelskonzern REWE setzt in Rumänien auf Expansion:
Wie das Unternehmen mitteilte, wurde vor kurzem die 31. Penny-Markt-Filiale
in der ostrumänischen Stadt Comãnesti (Kreis Bacãu)
eröffnet. Das Unternehmen investierte in den 750 Quadratmeter
großen Discount-Markt etwa 1,5 Millionen Euro. Diese Woche
soll eine weitere Filiale in Bukarest eröffnet werden,
bis Jahresende werden Penny-Markt-Filialen auch in Karlsburg/Alba
Iulia, Moinesti, Drobeta-Turnu Severin, Cãtunele, Niklasmarkt/Gheorghieni,
Thorenburg/Turda, Petroschen/Petrosani, Mediasch/Medias, Rosenau/Râsnov,
Baia Mare, Großkarol/Carei, Lupeni, Nãvodari, Szekler
Neumarkt/Târgu Secuiesc, Sathmar/Satu Mare, Sankt Georgen/Sfântu
Gheorghe, Hunedoara und Mioveni gebaut. Bis September will REWE
in Thorenburg ein Warenlager für die Nordhälfte Rumäniens
errichten. Die Kosten des Vorhabens belaufen sich auf 12 Millionen
Euro. Die Penny-Markt-Supermärkte im Süden des Landes
werden von einem Logistik- und Warenlager in Stefãnestii
de Jos bei Bukarest bedient.
Außer der Penny-Markt-Kette betreibt REWE die Billa-Supermärkte
sowie in Zusammenarbeit mit Fegro Markt die Cash & Carry-Märkte
Selgros. 2006 verzeichnete der REWE-Konzern in Rumänien
einen Gesamtumsatz von 1,05 Milliarden Euro, das waren um knapp
35 Prozent mehr als im Vorjahr.
Auch die Lidl & Schwarz-Gruppe geht in Rumänien auf
Expansionskurs. Unlängst wurde die erste Kaufland-Filiale
in Arad eröffnet, mittlerweile betreibt der Einzelhändler
aus Neckarsulm 28 Großmärkte in Rumänien, darunter
je zwei in Bukarest, Klausenburg/Cluj-Napoca, Jassy/Iasi und
Temeswar/Timisoara. Die Discount-Sparte des Konzerns, die sich
im Mai 2006 überraschenderweise aus Rumänien zurückzog,
plant nun einen Neu-Einstieg und soll demnächst unter dem
Namen Lidl die ersten Billigläden eröffnen. |
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