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Mittwoch, 10. 3. 2010
  100 Kilometer Autobahn wären 2010 technisch möglich
Bechtel baut nur 20 Kilometer und entlässt 1200 Arbeiter

Bukarest (ADZ) – Premierminister Emil Boc (PDL) vereinbarte mit dem US-Konzern Bechtel den Weiterbau an der Siebenbürgen-Autobahn ab April. Konkret sollen nur zehn Kilometer im Abschnitt Turda – Câmpina Turzii und weitere zehn Kilometer im Abschnitt Gilãu –Nãdãselu gebaut werden. Bechtel kündigte an, von seinen 1900 Beschäftigten 1200 entlassen zu müssen, da nicht wie geplant gebaut werden könne. Der Chef der zuständigen Gewerkschaft Mihai Lup hat Proteste dagegen angekündigt.

Verkehrsminister Radu Berceanu (PDL) erklärte nach einer Fraktionssitzung seiner Partei, dass Ende dieses Jahr weitere 100 Kilometer Autobahn fertig sein könnten. Rein technisch wäre das machbar, allerdings fehle das Geld: „Ich will es kurz machen, es ist zuwenig Geld da. Ich habe 1,2 Prozent des rumänischen Bruttoinlandsprodukts für mein Ministerium zur Verfügung, andere Länder haben bis zu fünf Prozent“, so der Minister. Deshalb können dieses Jahr insgesamt wohl nur 30 bis 40 Kilometer Autobahn gebaut werden.



Rabla-Programm 2010 findet großen Anklang
Bereits 20.200 Autos verschrottet / Geld im Haushalt reicht für 60.000 Fahrzeuge

ks. Bukarest – Am 18. Februar hat das Umweltministerium unter László Borbély (UDMR) eine neue Runde des Rabla-Programms für 2010 auf den Weg gebracht. Seitdem sind bereits mehr als 20.200 alte Fahrzeuge verschrottet worden. Zum Vergleich: Im ganzen Jahr 2009 wurden insgesamt 32.327 Autos abgewrackt.

Für jedes verschrottete Auto, das mindestens zehn Jahre alt ist, kann sich der Besitzer einen Gutschein über eine Prämie von 3800 Lei ausstellen lassen, die er beim Kauf eines neuen Wagens einsetzen kann. Neu ist, dass der Gutschein auch übertragbar ist, sodass ein Einzelner bis zu drei Prämien für den Neukauf eines Wagens anrechnen lassen kann. Das Programm wurde in Rumänien erstmals im Dezember 2006 aufgelegt.

Laut Gheorge Popescu, Leiter der Umweltbehörde AFM, die die Mittel für das Programm bereitstellt, sei das oberste Ziel der Maßnahme nicht der Anstieg der Verkaufszahlen neuer Autos. Vielmehr ginge es darum, alte, die Umwelt verschmutzende Fahrzeuge aus dem Verkehr zu ziehen. Daher sei es auch in Ordnung, das Anrecht auf die Umweltprämie an andere zu verkaufen, sollte man selbst keinen Bedarf an einem neuen Wagen haben.

Premierminister Emil Boc (PDL) sagte vergangene Woche, im Haushalt stünde genügend Geld zur Verfügung, um in diesem Jahr 60.000 Autos verschrotten zu lassen. Insgesamt sieht Rumänien 228 Millionen Lei für das Rabla-Programm 2010 vor.

Das Programm kann nun auch von öffentlichen Behörden und Institutionen genutzt werden. Dabei gilt allerdings die Bedingung, dass der Kaufpreis der auf diesem Wege neu angeschafften Wagen die Grenze von 12.000 Euro nicht überschreiten darf.



Investitionen von 30 Millionen Euro im Klausenburger Industriepark Tetarom
Verhandlungen mit Nokia über Grunderwerb laufen


sc. Bukarest – Der Kreisratsvorsitzende von Klausenburg/Cluj, Alin Tise, teilte vergangene Woche mit, dass im Industriepark Tetarom 1 Neuinvestitionen von ungefähr 30 Millionen Euro getätigt werden. Tise verkündete, ein ausländisches Unternehmen werde 15 Millionen Euro investieren, um eine Produktionsstätte zu errichten und voraussichtlich 500 Mitarbeiter einstellen. Das Unternehmen benötigt dafür ein Hektar Land.

Ein anderer ausländischer Investor soll 3,5 Millionen Euro investieren, wodurch Arbeitsplätze für 180 Menschen entstehen sollen. Das jedenfalls versprach der Kreisratsvorsitzende. Die Namen und die Geschäftsbereiche der neuen Firmen nannte Tise nicht, er befinde sich gerade in Gesprächen mit den zukünftigen Investoren.

Tetarom 1 ist der erste Industriepark im Kreis Klausenburg und wurde im Jahr 2001 gebaut. Hier sind mehr als 43 Firmen tätig, die bisher 30 Millionen Euro investierten.

Der Kreis Klausenburg führt jetzt Verhandlungen mit Nokia über den Verkauf des Grund und Bodens der Fabrik in Jucu an den Handyherstel-ler. Die Fabrik befindet sich im Industriepark Tetarom 3, der Verkauf soll bis Jahresende erfolgen. Nokia nutzt eine Fläche von 90 Hektar und zahlt dafür derzeit 0,10 Euro pro Quadratmeter im Monat Pacht. In der Fabrik sind 2100 Menschen angestellt.



Einzelhandel auch im Januar auf Talfahrt

Bukarest (ADZ) – Im Januar 2010 hat der Einzelhandel in Rumänien (ohne Kraftfahrzeuge) im Vormonatsvergleich 31,1 Prozent weniger Umsatz gemacht. Gegenüber Januar 2009 schrumpfte der Einzelhandelsumsatz um 11,4 Prozent, teilte das Nationale Institut für Statistik in Bukarest mit.

Bei Nicht-Nahrungsgütern wurde im Januar ein Umsatzrückgang im Vorjahresvergleich von 13,5 Prozent verzeichnet, bei Treibstoff waren es 10,7 Prozent. Der Umsatz von Nahrungsgütern, Tabak und Getränken verringerte sich um 9,1 Prozent.

Bereits im Gesamtjahr 2009 schrumpfte der Einzelhandel in Rumänien (ohne Kraftfahrzeuge) um 10,3 Prozent.



Arbeitslosenquote auf 8,3 Prozent gestiegen
Ende Februar waren 762.375 Arbeitslose registriert


Bukarest (ADZ) – Im Februar dieses Jahres ist die Arbeitslosenquote in Rumänien weiter auf 8,3 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat Januar erhöhte sich die Quote um 0,2 Prozentpunkte. Gegenüber Februar 2009 stieg sie um 3,0 Prozentpunkte. Damals lag sie bei 5,3 Prozent. Ohne Arbeit waren Ende Februar in Rumänien 762.375 Menschen, teilte die Nationale Beschäftigungsagentur ANOFM am Montag mit.

Die höchste Arbeitslosigkeit wurde im Februar in den Kreisen Mehedinti (14,6 Prozent), Vaslui (14,2 Prozent), Alba und Teleorman (jeweils 13,0 Prozent), Dolj (12,9 Prozent), Ialomita (12,8 Prozent) sowie Covasna (12,4 Prozent) verzeichnet.

Unterdurchschnittlich war die Arbeitslosenquote im Februar unter anderem in der Hauptstadt Bukarest (2,4 Prozent) und dem umgebenden Kreis Ilfov (2,7 Prozent) sowie in den Kreisen Temesch/Timis (4,6 Prozent), Bihor (6,3 Prozent) und Klausenburg/Cluj (6,7 Prozent). Im Kreis Sathmar/Satu Mare stieg die Arbeitslosenquote auf 7,0 Prozent, in Hermannstadt/Sibiu auf 8,6 Prozent, in Kronstadt/Brasov auf 9,2 Prozent.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) schließt eine Million Arbeitslose in Rumänien nicht aus. Die rumänischen Behörden gehen von maximal 850.000 Arbeitslosen und einer Quote von acht Prozent aus.