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100
Kilometer Autobahn wären 2010 technisch möglich
Bechtel baut nur 20 Kilometer und entlässt 1200 Arbeiter
Bukarest (ADZ) –
Premierminister Emil Boc (PDL) vereinbarte mit dem US-Konzern
Bechtel den Weiterbau an der Siebenbürgen-Autobahn ab April.
Konkret sollen nur zehn Kilometer im Abschnitt Turda –
Câmpina Turzii und weitere zehn Kilometer im Abschnitt
Gilãu –Nãdãselu gebaut werden. Bechtel
kündigte an, von seinen 1900 Beschäftigten 1200 entlassen
zu müssen, da nicht wie geplant gebaut werden könne.
Der Chef der zuständigen Gewerkschaft Mihai Lup hat Proteste
dagegen angekündigt.
Verkehrsminister Radu Berceanu (PDL) erklärte nach einer
Fraktionssitzung seiner Partei, dass Ende dieses Jahr weitere
100 Kilometer Autobahn fertig sein könnten. Rein technisch
wäre das machbar, allerdings fehle das Geld: „Ich
will es kurz machen, es ist zuwenig Geld da. Ich habe 1,2 Prozent
des rumänischen Bruttoinlandsprodukts für mein Ministerium
zur Verfügung, andere Länder haben bis zu fünf
Prozent“, so der Minister. Deshalb können dieses
Jahr insgesamt wohl nur 30 bis 40 Kilometer Autobahn gebaut
werden.

Rabla-Programm
2010 findet großen Anklang
Bereits 20.200 Autos verschrottet / Geld im Haushalt reicht
für 60.000 Fahrzeuge
ks. Bukarest – Am 18. Februar
hat das Umweltministerium unter László Borbély
(UDMR) eine neue Runde des Rabla-Programms für 2010 auf
den Weg gebracht. Seitdem sind bereits mehr als 20.200 alte
Fahrzeuge verschrottet worden. Zum Vergleich: Im ganzen Jahr
2009 wurden insgesamt 32.327 Autos abgewrackt.
Für jedes verschrottete Auto, das mindestens zehn Jahre
alt ist, kann sich der Besitzer einen Gutschein über eine
Prämie von 3800 Lei ausstellen lassen, die er beim Kauf
eines neuen Wagens einsetzen kann. Neu ist, dass der Gutschein
auch übertragbar ist, sodass ein Einzelner bis zu drei
Prämien für den Neukauf eines Wagens anrechnen lassen
kann. Das Programm wurde in Rumänien erstmals im Dezember
2006 aufgelegt.
Laut Gheorge Popescu, Leiter der Umweltbehörde AFM, die
die Mittel für das Programm bereitstellt, sei das oberste
Ziel der Maßnahme nicht der Anstieg der Verkaufszahlen
neuer Autos. Vielmehr ginge es darum, alte, die Umwelt verschmutzende
Fahrzeuge aus dem Verkehr zu ziehen. Daher sei es auch in Ordnung,
das Anrecht auf die Umweltprämie an andere zu verkaufen,
sollte man selbst keinen Bedarf an einem neuen Wagen haben.
Premierminister Emil Boc (PDL) sagte vergangene Woche, im Haushalt
stünde genügend Geld zur Verfügung, um in diesem
Jahr 60.000 Autos verschrotten zu lassen. Insgesamt sieht Rumänien
228 Millionen Lei für das Rabla-Programm 2010 vor.
Das Programm kann nun auch von öffentlichen Behörden
und Institutionen genutzt werden. Dabei gilt allerdings die
Bedingung, dass der Kaufpreis der auf diesem Wege neu angeschafften
Wagen die Grenze von 12.000 Euro nicht überschreiten darf.

Investitionen von 30 Millionen
Euro im Klausenburger Industriepark Tetarom
Verhandlungen mit Nokia über Grunderwerb laufen
sc. Bukarest – Der Kreisratsvorsitzende
von Klausenburg/Cluj, Alin Tise, teilte vergangene Woche mit,
dass im Industriepark Tetarom 1 Neuinvestitionen von ungefähr
30 Millionen Euro getätigt werden. Tise verkündete,
ein ausländisches Unternehmen werde 15 Millionen Euro investieren,
um eine Produktionsstätte zu errichten und voraussichtlich
500 Mitarbeiter einstellen. Das Unternehmen benötigt dafür
ein Hektar Land.
Ein anderer ausländischer Investor soll 3,5 Millionen Euro
investieren, wodurch Arbeitsplätze für 180 Menschen
entstehen sollen. Das jedenfalls versprach der Kreisratsvorsitzende.
Die Namen und die Geschäftsbereiche der neuen Firmen nannte
Tise nicht, er befinde sich gerade in Gesprächen mit den
zukünftigen Investoren.
Tetarom 1 ist der erste Industriepark im Kreis Klausenburg und
wurde im Jahr 2001 gebaut. Hier sind mehr als 43 Firmen tätig,
die bisher 30 Millionen Euro investierten.
Der Kreis Klausenburg führt jetzt Verhandlungen mit Nokia
über den Verkauf des Grund und Bodens der Fabrik in Jucu
an den Handyherstel-ler. Die Fabrik befindet sich im Industriepark
Tetarom 3, der Verkauf soll bis Jahresende erfolgen. Nokia nutzt
eine Fläche von 90 Hektar und zahlt dafür derzeit
0,10 Euro pro Quadratmeter im Monat Pacht. In der Fabrik sind
2100 Menschen angestellt. 
Einzelhandel auch im Januar auf Talfahrt
Bukarest (ADZ) – Im Januar 2010
hat der Einzelhandel in Rumänien (ohne Kraftfahrzeuge)
im Vormonatsvergleich 31,1 Prozent weniger Umsatz gemacht. Gegenüber
Januar 2009 schrumpfte der Einzelhandelsumsatz um 11,4 Prozent,
teilte das Nationale Institut für Statistik in Bukarest
mit.
Bei Nicht-Nahrungsgütern wurde im Januar ein Umsatzrückgang
im Vorjahresvergleich von 13,5 Prozent verzeichnet, bei Treibstoff
waren es 10,7 Prozent. Der Umsatz von Nahrungsgütern, Tabak
und Getränken verringerte sich um 9,1 Prozent.
Bereits im Gesamtjahr 2009 schrumpfte der Einzelhandel in Rumänien
(ohne Kraftfahrzeuge) um 10,3 Prozent. 
Arbeitslosenquote auf 8,3 Prozent
gestiegen
Ende Februar waren 762.375 Arbeitslose registriert
Bukarest (ADZ) – Im Februar dieses
Jahres ist die Arbeitslosenquote in Rumänien weiter auf
8,3 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat Januar erhöhte
sich die Quote um 0,2 Prozentpunkte. Gegenüber Februar
2009 stieg sie um 3,0 Prozentpunkte. Damals lag sie bei 5,3
Prozent. Ohne Arbeit waren Ende Februar in Rumänien 762.375
Menschen, teilte die Nationale Beschäftigungsagentur ANOFM
am Montag mit.
Die höchste Arbeitslosigkeit wurde im Februar in den Kreisen
Mehedinti (14,6 Prozent), Vaslui (14,2 Prozent), Alba und Teleorman
(jeweils 13,0 Prozent), Dolj (12,9 Prozent), Ialomita (12,8
Prozent) sowie Covasna (12,4 Prozent) verzeichnet.
Unterdurchschnittlich war die Arbeitslosenquote im Februar unter
anderem in der Hauptstadt Bukarest (2,4 Prozent) und dem umgebenden
Kreis Ilfov (2,7 Prozent) sowie in den Kreisen Temesch/Timis
(4,6 Prozent), Bihor (6,3 Prozent) und Klausenburg/Cluj (6,7
Prozent). Im Kreis Sathmar/Satu Mare stieg die Arbeitslosenquote
auf 7,0 Prozent, in Hermannstadt/Sibiu auf 8,6 Prozent, in Kronstadt/Brasov
auf 9,2 Prozent.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) schließt eine
Million Arbeitslose in Rumänien nicht aus. Die rumänischen
Behörden gehen von maximal 850.000 Arbeitslosen und einer
Quote von acht Prozent aus. |
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