Börse schließt letzte volle Handelswoche mit satten Gewinnen

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Die Bukarester Börse startete freundlich in die neue Woche. Es war die letzte volle Handelswoche dieses Jahres vor den Weihnachtsferien. Die Indizes schlossen den ersten Handelstag mit einem durchschnittlichen Plus von 0,78 Prozent. Auch der Umsatz konnte sich sehen lassen: umgerechnet 25 Millionen Euro. Am Folgetag brach dieser zwar ein auf umgerechnet 10,37 Millionen Euro, doch dafür schnellten die Indizes im Durchschnitt um 1,11 Prozent in die Höhe. Der Mittwoch brachte den Indizes ein weiteres Tagesplus, das allerdings niedriger als 0,5 Prozent ausfiel. Am Tag danach erlebten einige Indizes eine leichte Kurskorrektur. Auch der Freitag schloss uneinheitlich. Auf Wochensicht jedoch legten die Indizes der Bukarester Börse im Durchschnitt satte 2,15 Prozent zu.

Die höchsten Kurszuwächse verzeichneten der Hauptindex BET und der BETPlus: 2,54 Prozent. Auf der Skala folgt der ROTX Index mit einem Wochengewinn von 2,4 Prozent. Damit kletterte der Index jenseits der 16.000-Punkte-Marke. Einen Kurszuwachs von 2,17 Prozent verzeichnete der Energiewerte-Index BET-NG. Das Schlusslicht der letzten vollen Handelswoche dieses Jahres bildete der Finanzwerte-Index BET-FI mit einem Plus von einem Prozent.

Der Handel

Gleich zweimal lag der tägliche Umsatz im dreistelligen Millionenbereich. Das macht die letzte volle Handelswoche zu einer der umsatzreicheren, mit einem Tagesdurchschnitt von umgerechnet 14,7 Millionen Euro. Die Marktkapitalisierung stieg von anfänglich umgerechneten 34,98 Milliarden Euro auf 35,58 Milliarden Euro. Ganze 52 Emittenten schlossen die Woche mit Kursgewinnen ab, so als wollten sie noch kurz vor Jahresende aufholen. Die höchsten Gewinne fuhren der Maschinenbauer Uztel (UZT, 1,31 Lei, ISIN ROUZTEACNOR5) und der Kunststoffbearbeiter Romcarbon (ROCE, 0,132 Lei, ISIN ROROCEACNOR1) mit 31 Prozent, beziehungsweise 25,1 Prozent ein. Nur 21 Emittenten verzeichneten Kursverluste. Die höchsten verzeichnete der Elektromotorenhersteller Electroputere (EPT, 0,022 Lei, ISIN ROELPUACNOR3). Die höchsten Umsätze verzeichnete der Fonds Proprietatea (FP, 0,862 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5), mit einem Anteil von 31,1 Prozent am Gesamtumsatz. Für 25,1 Prozent waren die Aktien der Banca Transilvania (TLV, 2,175 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) verantwortlich, auf das Konto von BRD (BRD, 12,98 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) gingen 8,9 Prozent.

Der Monat

Für 34 von 87 Emittenten war der Dezember ein guter Börsenmonat. Mit Abstand am meisten freuen können sich Aktionäre des Pharmaerzeugers Zentiva (SCD, 3,43 Lei, ISIN ROSCDBACNOR8). Ihre Aktien legten auf Monatssicht 41 Prozent zu, aufgrund der Nachricht, Sanofi, der Großaktionär bei Zentiva, wolle die restlichen Anteile am Markt aufkaufen. Derzeit befinden sich noch etwas mehr als 18 Prozent der Aktien in Streubesitz. Das Angebot liegt bei 3,5 Lei je Aktie, mehr als 10 Prozent habe sich der Großaktionär bereits gesichert, hieß es. Der Aluminiumbearbeiter Alumil (ALU, 1,15 Lei, ISIN ROALUMACNOR8) konnte im Dezember 25 Prozent zulegen. Zuletzt hatte das Unternehmen angekündigt, sich von Liegenschaften im Wert von vier Millionen Euro trennen zu wollen. Das dürfte die Bilanz des Unternehmens verbessern. Nicht so gut erging es dem Elektromotorenhersteller Electroputere. Die Aktien verzeichneten nicht nur den höchsten Wochen- sondern auch den höchsten Monatsrückgang in Höhe von 31,25 Prozent.

Der Markt selber schloss den Dezember uneinheitlich. Während die Leitindizes (BET) mit einem Plus von 0,004 Prozent faktisch unverändert schlossen, gab es für den BETPlus 0,24 Prozent mehr. Gewinner des Monats war der Finanzwerte-Index BET-FI mit einem Zuwachs von 3,45 Prozent. ROTX und Energiewerte-Index BET-NG verzeichneten Rückgänge, in Höhe von 0,24 beziehungsweise 1,84 Prozent.

Devisen

Nach anfänglicher Entspannung am Devisenmarkt setzte wieder Druck ein. Der rumänische Leu konnte sich in der ersten Wochenhälfte noch gegen beide Leitwährungen behaupten. Am Donnerstag konnte sich die rumänische Währung sogar noch gegen den US-Dollar behaupten, doch die europäische Gemeinschaftswährung hatte da bereits den Aufwärtstrend eingeschlagen. Von da an ging es aufwärts für beide Leitwährungen. Auf Wochensicht bewegten sie sich dennoch uneinheitlich. Während der Euro erstarkte und mit einem Zuwachs von 0,11 Prozent schloss, reichte es für den US-Dollar nicht. Der Leu legte ihm gegenüber 0,33 Prozent zu. Gestern kostete der Euro 4,6401 Lei, der US-Dollar lag bei 3,9155 Lei.
 


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