Börse startet freundlich in den Herbst, Finanzwerte erleiden vorerst Kurskorrektur

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 11. September 2018

Foto: Wikimedia Commons

Die Bukarester Wertpapierbörse startete freundlich in den September, auch wenn sich die Kurszuwächse in Grenzen gehalten haben. In der ersten Septemberwoche legte der Hauptindex BET nur 0,36 Prozent zur Vorwoche zu. Der BETPlus zog mit einem Plus von 0,25 Prozent nach. Der ROTX-Index übertraf den gesamten Markt mit seinem Wochenzuwachs von 0,43 Prozent – was wiederum weit hinter den 1,4 Prozent Wochengewinn des Energiewerte-Index BET-NG liegt. Der Finanzwerte-Index BET-NG entwickelte sich gegen den allgemeinen Markttrend. Er verlor auf Wochensicht 1,2 Prozent und fiel somit unter die 38.000-Punkte-Marke. Alle Emittenten, die dem Index angehören, verzeichneten in der vergangenen Woche Kursverluste. Mit einem Minus von 4,9 Prozent führte eine SIF-Investmentgesellschaft die traurige Liste an, minus 0,22 Prozent waren es für SIF Oltenia (SIF5, 2,185 Lei, ISIN ROSIFEACNOR4). Die Marktkapitalisierung legte mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 164,56 Milliarden Lei im Laufe der Woche recht kräftig zu. In der Vorwoche war sie um 0,15 Prozent zurückgegangen.

Der Markt im Wochenrückblick

Der Umsatz mit Aktien ging im Vergleich zur Vorwoche leicht zurück um knapp 9 Prozent. 123,35 Millionen Lei wurden mit Aktien umgesetzt, das entspricht 26,6 Millionen Euro. Der Tagesdurchschnitt lag somit bei 24,7 Millionen Lei (oder 5,3 Millionen Euro). Den höchsten Umsatz erzielten die Aktien der Banca Transilvania (TLV, 2,36 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) mit einem Wochenvolumen von 26,8 Millionen Lei (19,8 Prozent vom Gesamtumsatz). Die Aktien legten 0,42 Prozent auf Wochensicht zu. FP-Aktien (FP, 0,9 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) gehörten mit einem Minus von 1,1 Prozent nicht zu den Gewinnern der Woche. Dafür erlebten die in letzter Zeit unter Druck geratenen Aktien des Erdgasversorgers Transgaz (TGN, 365 Lei, ISIN ROTGNTACNOR8) ein Comeback. Sie schlossen die Woche mit einem Plus von 2,96 Prozent. Damit war Transgaz auch der Emittent mit dem höchsten Kursgewinn in der vergangenen Woche. Eine Erklärung für das gute Abschneiden könnte im Abschluss der Übernahme des regionalen moldauischen Versorgers Vestmoldtransgaz und in der Ankündigung der Arbeiten an der Pipeline Ungheni-Chișinău liegen.

Der Stromerzeuger Electrica (EL, 10,5 Lei, ISIN ROELECACNOR5) folgte mit einem Plus von 2,34 Prozent. Dritter im Bunde der 14 Emittenten, die in der vergangenen Woche Kurzuwächse erzielt haben, war Patria Bank (PBK, 0,0918 Lei, ISIN ROBACRACNOR6) mit einem Plus von zwei Prozent auf Wochensicht. 30 Emittenten verzeichneten Kursverluste, darunter die Erste Group (EBS, 162,15 Lei, ISIN AT0000652011) mit einem Minus von 2,2 Prozent, der Pharmaerzeuger Biofarm (BIO, 0,325 Lei, ISIN ROBIOFACNOR9) mit einem Wochenverlust von 3,3 Prozent und die Investmentgesellschaft SIF (SIF3, 0,2125 Lei, ISIN ROSIFCACNOR8) mit minus 4,9 Prozent.

Für Anleger wird die letzte Septemberwoche interessant. Ab dem 24. September werden nämlich der Franchisegeber Sphera Franchise Group (SFG, 25 Lei, ISIN ROSFGPACNOR4) und der Weinerzeuger Purcari (WINE, 18,8 Lei, ISIN CY0107600716) in den BET-Index aufgenommen werden. SFG-Papiere verloren in der vergangenen Woche 0,8 Prozent und notieren derzeit im unteren Feld nahe dem Allzeittief von 23,9 Lei. WINE-Aktien sind, bei einem Stand von knapp 19 Lei, ebenfalls nicht weit vom 52-Wochen-Tief von 17 Lei entfernt. Ihre kurzfristige Entwicklung nach dem Aufstieg in den BET dürfte für Anleger interessant sein.

Devisen

Auch in der vergangenen Woche entwickelten sich Euro und US-Dollar unterschiedlich zueinander, allerdings mit verändertem Vorzeichen. Hatte die europäische Gemeinschaftswährung in der Woche zuvor noch an Wert gegenüber dem Leu zugelegt, so verlor sie in der vergangenen Woche. Allerdings lag der Kursrückgang mit 0,06 Prozent noch im Bereich der Seitwärtsbewegung. Am gestrigen Montag kostete ein Euro 4,641 Lei und lag somit unter der 4,65-Lei-Grenze. Wie in der Vorwoche auch, war der Kursausschlag beim US-Dollar höher als beim Euro. Mit einem Zuwachs von 0,21 Prozent wurde allerdings der Verlust der Vorwoche (0,7 Prozent) nicht aufgefangen. Der US-Dollar startete in die aktuelle Woche bei einem Stand von 3,9875 Lei und somit erneut etwas näher an der 4-Lei-Grenze.

 

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