Leistungsbilanzdefizit im Januar über 100 Mio. Euro

Warenimporte steigen deutlich schneller als Exporte / höhere ausländische Direktinvestitionen

Mittwoch, 20. März 2019

Das Defizit im Warenhandel lag im Januar bei 1,255 Milliarden Euro. Symbolfoto: pixabay.com

Bukarest (ADZ) - Die Leistungsbilanz Rumäniens lag Ende Januar 2019 bereits mit 114 Millionen Euro im Minus, zum selben Zeitpunkt vor einem Jahr war das Defizit lediglich sieben Millionen Euro. Aus einer am Montag veröffentlichen Mitteilung der Rumänischen Nationalbank (BNR) geht hervor, dass die Warenimporte im ersten Monat des Jahres verglichen zum Vorjahr deutlich stärker zugelegt haben als die Exporte. Das Defizit im Warenhandel stieg verglichen zum Vorjahr um 476 Millionen Euro auf 1,255 Milliarden Euro.

In die Leistungsbilanz fließt sämtlicher Austausch mit anderen Ländern ein, also auch Dienstleistungen sowie Erwerbs- und Vermögenseinkommen, wie etwa Zinsen und Löhne, aber auch laufende Übertragungen, für die keine Gegenleistung erfolgt bzw. durch die keine Forderungen oder Verbindlichkeiten entstehen, wie etwa Heimatüberweisungen von Migranten oder Entwicklungshilfe.

Die Dienstleistungsbilanz Rumäniens lag den Daten der BNR zufolge nach dem ersten Monat des Jahres 2019 mit 623 Millionen Euro im Plus (Ende Januar 2018 waren es 576 Millionen Euro), der Überschuss in der Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen (Primäreinkommen) lag bei 250 Millionen Euro (69 Millionen Euro vor einem Jahr) und bei den laufenden Übertragungen (Sekundäreinkommen) 268 Millionen Euro (gegenüber 127 Millionen Euro).

Die ausländischen Direktinvestitionen erreichten laut der BNR im Januar 362 Millionen Euro (192 Millionen vor einem Jahr) und die gesamte Auslandsverschuldung Rumäniens belief sich zum 31. Januar 2019 auf 98,385 Milliarden Euro, nach 99,202 Milliarden Euro Ende 2018 und 97,361 Milliarden Euro Ende 2017.

 

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