Die Deutschen und Ungarn erreichten historisches Tief

Vergleichende Zahlen zu nationalen Minderheiten in Rumänien

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Hermannstadt (ADZ) – Weiterhin gesunken ist die Zahl der Deutschen und der Ungarn in Rumänien, laut vorläufigen Ergebnissen des im Vorjahr durchgeführten Zensus. Die Tageszeitung „Adevărul“ veröffentlicht unter Bezugnahme auf das Nationale Statistikamt einen historischen Vergleich der Bevölkerungsanzahl der nationalen Minderheiten.

Den bedeutendsten Rückgang seit der Volkszählung von 2002 wurde in der deutschen Gemeinschaft verzeichnet. Um fast 40 Prozent ist deren Zahl von 59.764 auf 36.000 gesunken. Beim Zensus 1992 hatten sich 119.462 Personen als der deutschen Minderheit zugehörig erklärt, 1977 waren es 359.109 gewesen. Seither ist der prozentuelle Anteil an der stabilen Gesamtbevölkerung von 1,7 auf 0,19 gesunken. Die Deutschen sind seit dem Zensus 2002 nur mehr die viertgrößte Minderheit.

Weiterhin die zahlreichste Minderheit sind die Ungarn, selbst wenn auch ihre Zahl schrumpfte. 1977 waren sie 1,7 Millionen gewesen, ihre Zahl fiel auf 1,2 Millionen im Vorjahr und das ist ein Verlust von rund 200.000 Personen in zehn Jahren. Auf Platz 2 befinden sich die Roma, deren Zahl stieg: 2002 hatten sich 535.140 Personen als solche erklärt, 2011 waren es 619.007, sie stellen nun 3,2 Prozent  der Bevölkerung dar. Rang 3 belegen die Ukrainer, auf Platz 5 befinden sich die Türken, gefolgt von Tataren, Russen usw.