Johannis: Schlimmste Weltlage seit 2. Weltkrieg

Staatschef hielt Ansprache vor EVP-Kongress

Foto: presidency.ro

Bukarest (ADZ) – Präsident Klaus Johannis hat die internationale Lage als kompliziert, komplex und instabil beschrieben – sie sei die schlimmste seit dem 2. Weltkrieg. Die von Russland angegriffene Ukraine sei auf unsere Hilfe angewiesen und die Europäer dürfen nicht müde werden, ihr zur Seite zu stehen und ihr jede Unterstützung zukommen zu lassen, die sie braucht, sagte er. 

Der derzeitige komplexe Hintergrund berge ein zusätzliches politisches Risiko: die Vertrauenskrise in die europäischen Institutionen, die auch auf die wachsende Distanz zwischen der politischen Klasse und den europäischen Bürgern zurückzuführen sei, führte der Präsident aus. Man müsse die Bürger wieder mitnehmen, denn sie seien es, die dem politischen Handeln Legitimität verleihen, fügte er hinzu. Die Politik müsse aufmerksam zuhören und sich vergewissern, was die wirklichen Anliegen unserer Bürger sind. Zu diesem Zweck müsse die europäische politische Klasse Reife zeigen, forderte Johannis. Als größte Herausforderung nannte der Präsident den Extremismus in all seinen Formen, vom  plakativen Nationalismus bis hin zu revisionistischen Tendenzen, die leider in Europa  immer virulenter zum Ausdruck kommen.